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Spiele für die dunkle Jahreszeit

Spiele für die dunkle Jahreszeit

Wenn bei uns in Deutschland die ersten Schneeflocken fallen, gibt es Regionen auf der Welt, in denen ist es eiskalt, in anderen ist es hingegen schwülwarm. Spiele dienen Kindern auch dazu, sich in der klirrenden Kühle warmzuhalten oder sich die Zeit in sengender Hitze zu vertreiben. Begleiten Sie uns auf eine spielerische Weltreise von den „Eskimos", die eigentlich Inuit heißen, über das tropische Panama und von Afrika zurück zur alpenländischen Schweiz.

 

Bewegungsspiel aus Alaska

Das Bewegungsspiel „Kaipsak" stammt von den Inuit aus Alaska. Bei uns kann man es im Warmen spielen. Einziges Hilfsmittel: ein Kreisel. So funktioniert‘s: Alle Teilnehmer stellen sich im Kreis auf, wie in einem Iglu. Ein Spieler geht in die Mitte und dreht den Kreisel. Jetzt versucht er außen um den Kreis herumzurennen und zurück in die Mitte zu kommen, solange sich der Kreisel noch dreht. Danach ist der Nächste an der Reihe. Die Inuit sprinten übrigens einmal um das Iglu herum, bei Temperaturen von bis zu 40 Grad unter dem Gefrierpunkt! Wahrscheinlich haben sie „Kaipsak" erfunden, damit ihnen wärmer wird. Es macht aber auch in Wohnungen Spaß und bringt Schwung in müde Abende.

Anzahl der Spieler: unbegrenzt

Kosten: keine, bis auf den Kreisel

Alter: ab drei Jahren

Spieldauer: nach Belieben

 

Geschicklichkeitsspiel aus Panama

Viel wärmer als in Alaska ist es im mittelamerikanischen Panama – genau, das aus dem Janosch-Buch „Oh, wie schön ist Panama"!

Wer zieht seinem Stuhl am schnellsten Schuhe an? Bei diesem Spiel treten zwei Kinder gegeneinander an, ihre Augen sind verbunden. Die übrigen Kinder ziehen einen Schuh aus und werfen ihn in die Mitte. Die Kinder an den beiden Stühlen versuchen die Schuhe einzusammeln und ihren vier Stuhlbeinen möglichst schnell anzuziehen.

Anzahl der Spieler: unbegrenzt

Kosten: keine, man braucht zwei Stühle und Schuhe

Alter: ab fünf Jahren

Spieldauer: nach Belieben

 

Walnussflotte aus der Schweiz (zum Selbstbasteln)

Bei dem Lichterfest „Glümeras" aus dem Schweizer Kanton Graubünden bauen Kinder kleine Schiffe aus Nussschalen und Baumrinden, in die sie flüssiges Wachs und einen Docht einfügen, um sie im Dorfbrunnen schwimmen zu lassen.

So geht’s: Die Walnüsse werden halbiert (am besten von Erwachsenen). Die Kinder leeren die Schalen. In unserer Variante werden die Walnüsse nicht mit Wachs, sondern mit Knetmasse gefüllt. Als Mast dient ein Holzstäbchen, daran ein farbiges Stück Papier. Die Walnussschalen lässt man in der Badewanne schwimmen.

Anzahl der Spieler: unbegrenzt

Kosten: ca. 6,50 Euro (man benö­tigt Schere, Kleber, Papier, Walnüsse, Knete und Zahnstocher)

Alter: Mitspielen ab drei Jahren, Basteln ab fünf Jahren

Spieldauer: nach Belieben

 

Brettspiel mit Grips aus Afrika

Bao ist ein anspruchsvolles Brettspiel, auch „Perlenreigen" genannt, das ab ca. 20 € im Handel erhätlich ist. Es gibt mehr als 200 Varianten. Gespielt­­
wird mit 64 Steinen (32 pro Spieler), die „Saatkörner" heißen. Das Brett umfasst vier Reihen mit je acht Mulden, also insgesamt 32 Mulden. Jeder Spieler spielt nur in den zwei Reihen vor ihm. Vor dem Start legen die Spieler in jede Mulde zwei Steine. Der erste Spieler nimmt nun alle Steine aus einer seiner Mulden und verteilt diese immer einzeln in den folgenden. Man kann vor jedem Spielzug wählen, ob man gegen oder mit dem Uhrzeigersinn spielen will. Landet der letzte Stein in einer bereits gefüllten Mulde, nimmt er alle Steine daraus auf und verteilt diese weiter (beginnend mit der nächsten Mulde). Trifft der letzte Stein jedoch auf eine leere Mulde, ist der Zug beendet und der andere Spieler kommt an die Reihe. Die Steine des Mitspielers kann man auch erobern: Trifft der letzte Stein auf eine gefüllte Mulde in der mittleren Reihe, darf das gegenüberliegende Feld des Gegners geplündert werden, wenn es ebenfalls Steine enthält. Züge sind nur möglich, wenn eine Mulde mindestens zwei Steine enthält. Ein einzelner Stein darf nicht bewegt werden. Verloren hat, wer nur noch einzelne Steine in seinen Mulden hat oder wessen innere Reihe leer ist.

Anzahl der Spieler: zwei Spieler

Kosten: ab circa 20 Euro

Alter: einfache Variante ab 6 Jahren

Spieldauer: ab ca. 10 Minuten

 

Eissegler-Rennen, wer gewinnt?

Bei diesem Rennen aus dem Norden Europas nimmt jeder Teilnehmer seinen selbst gebastelten Eissegler und lässt ihn über zugefrorene Pfützen oder Seen flitzen, am besten in Begleitung von Erwachsenen. Zuvor legt man noch eine Start- und Ziellinie fest – zum Beispiel mit einem Zweig.

So bastelt man einen Eissegler:

Zuerst das Sperrholz mit der Laubsäge in zwei Dreiecke zuschneiden (ein großes für den Schiffskörper und ein kleineres für das Segel). Dann beide Holzteile mit Plaka-Farben bemalen, Segel individuell gestalten zum Beispiel mit Formen oder Zahlen. Jetzt nur noch
Holzkorpus und Segel mit Holzleim zusammenkleben – fertig!

Anzahl der Spieler: max. acht Teilnehmer

Kosten: ca. neun Euro

Alter: ab 6 Jahren mit Erwachsenem

Spieldauer: bis es zu kalt wird

Bilder gibt es hier: http://www.schule-­und-familie.de/basteln/selbst-gebastel­te-spiele/ei...

 

Spannende Gespensterjagd

„Geister, Geister … Schatzsuchmeister" ist das „Kinderspiel des Jahres 2014". Hier geht es um Strategie, Teamgeist und acht Juwelen, die in einem Gruselhaus versteckt sind. Man muss zusammenarbeiten, um den Gespenstern den Garaus zu machen.

Anzahl der Spieler: 2 – 4 Spieler

Kosten: UVP (Hersteller): 32,99 Euro

Alter: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

 

Quartette selbst gestalten

Das beliebte Kartenspiel mit den unterschiedlichen Motivkarten kennt jeder aus seiner Kindheit. Welches Auto hat mehr PS? Welches Flugzeug hat eine größere Flügelspannweite? Ein Tipp: Quartette lassen sich auch selbst gestalten (auf www.piksieben.de, quartettbar.de­ oder meinspiel.de). Eine tolle Idee zum Beispiel für Schulklassen – mit Alter, Größe, Schuh- oder Konfektionsgröße –, Freunde oder Reisen.

Anzahl der Spieler: ab zwei Spieler

Kosten: klassisches Quartett ab zwei Euro, selbst gestalten ab 14,50 Euro.

Alter: für alle Altersgruppen

Spieldauer: ca. 15 Minuten

 

Mühle – ein Klassiker

Mühle ist eines der beliebtesten Brettspiele der Welt. Das Prinzip ist einfach: Jeder Spieler hat neun Steine. Ziel ist es, so viele Mühlen (drei Steine in einer Reihe) wie möglich zu schließen und dem Gegenüber dann die Steine vom Brett zu nehmen. Wer nur noch zwei Spielsteine besitzt, hat verloren, weil er keine Mühle mehr bauen kann.

Anzahl der Spieler: zwei Spieler

Kosten: ab ca. 10 Euro

Alter: ab 7 Jahren

Spieldauer: etwa 30 Mi­nuten

Ältere Kinder können sich auch eine Mühle-App kostenlos aufs Smartphone laden – aber nur für den Fall, dass die anderen Spielideen einmal ausgehen …

 

Fotos: Alinute Silzevicinte/Shutterstock.com

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