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Achtung, Falle!

Achtung, Falle!

ra2studio/Shutterstock.com

Nur einmal nicht aufgepasst und schon ist es wieder passiert: achtlos in die Kostenfalle getappt. Gelegenheiten dafür bieten sich im Alltag überall. Wir zeigen Ihnen, wo Sie besonders aufmerksam sein sollten.

Kostenfalle Handy
Viele Angebote klingen zu schön, um wahr zu sein:  das neueste Handymodell für nur einen Euro? Das klingt verlockend und bringt den Mobilfunkbetreibern neue Kunden. Doch die Kosten für das Handy holt sich der Anbieter natürlich zurück – über die Grundgebühr oder hohe Minuten­preise. Auch eine Handymiete sieht nur auf den ersten Blick lukrativ aus: Nach einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten kommt meist mehr als der eigentliche Kaufpreis für das Handy zusammen. Lieber das Handy ohne Vertragsbindung kaufen und sich dann für einen flexiblen Tarif entscheiden – z.B. monatlich kündbare Prepaid-Abos.

Kostenfalle Abo
Sie zählen mit Sicherheit zu den häufigsten Kostenfallen: Abofallen im Internet. Angebliche Gratisangebote wie kostenlose Software-Downloads, Gewinnspiele, Routenplaner oder Rezepte entpuppen sich als teuer. Der Preis ist so versteckt, dass man gar nicht merkt, dass ein kostenpflichtiger Vertrag abgeschlossen wird. Auch Werbebanner auf dem Handydisplay, die beim Schließen versehentlich angeklickt werden, können zur Falle werden. Im Internet sind zwar viele Angebote kostenlos zu finden, aber hier hilft nur, genau hinzusehen und mit der Eingabe von persönlichen Daten möglichst sparsam umzugehen. Manchmal reicht auch ein Blick ins Impressum, um herauszufinden, dass ein Anbieter unseriös ist.

Kostenfalle Rockefeller-Prinzip
Schon vor 100 Jahren sind Menschen in Kostenfallen getappt: John D. Rockefeller brachte damals seine Öllampen kostenlos unters Volk und verdiente mit dem Verkauf des teuren Brennöls ein Vermögen. Ein Verfahren, das uns auch heute noch oft begegnet. Auf erschwingliche Nassrasierer folgen teure Rasierklingen, preiswerte Kaffeeautomaten verlangen nach kostspieligen Kaffee-Kapseln und günstige Drucker brauchen hochpreisige Tintenpatronen. Der Hersteller möchte die Einstiegshürde mit den günstigen Preisen möglichst gering halten. Für das Produkt zahlt man erst im Zeitverlauf einen hohen Preis.  Für Verbraucher hilft nur eines: hinschauen und nachrechnen.

Kostenfalle Reise
Gerade in den schönsten Wochen des Jahres  möchten viele Menschen nicht so genau aufs Geld schauen müssen und es sich gutgehen lassen. Dabei lauern gerade beim Reisen viele Kostenfallen: Bei vielen Fluggesellschaften wird inzwischen nur ein Handgepäckstück kostenfrei befördert. Weiteres Gepäck muss gegen Gebühr hinzugebucht werden. So können bei drei bis vier Koffern schon ein paar Hundert Euro Zusatzkosten zusammenkommen! Am besten schon bei der Angebotssuche auch die Gepäckbedingungen vergleichen.

Wer im Urlaubsland mit einem Mietwagen unterwegs ist, sollte gut aufs Kleingedruckte achten: Unrealistisch niedrige Kilometerpauschalen können nach zehn Tagen Urlaub ganz schön ins Geld gehen, wenn jeder zusätzliche Kilometer extra bezahlt werden muss. Wer vor Urlaubsbeginn einen Wagen über den Reiseveranstalter oder eine Autovermietung in Deutschland bucht, hat meist weniger Probleme.

Bargeldlos per Kreditkarte zahlen ist gerade auch im Urlaub eine bequeme Sache. Im Ausland sollte man allerdings darauf achten, ob dafür Gebühren anfallen. Selbst bei der Nutzung eines Geldautomaten erheben die Banken Gebühren, die sich meist hinter dem Wechselkurs verstecken.
Bei Hotelbuchungen gilt es ebenfalls, genau hinzuschauen – zusätzliche Kosten können hier im Kleingedruckten aufgeführt sein. In 20 deutschen Städten fällt beispielsweise eine Bettensteuer an, die das Hotel erhebt und an die Stadt abführen muss. Sie liegt in der Regel bei fünf Prozent je Person.

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Hamster-TippAn der Regenrinne habe ich eine Klappe anbringen lassen, die ich bei Regen öffnen und das Regenwasser in einer Tonne sammeln kann. So erhalte ich kostenlos Gießwasser für meinen großen Garten.
A. Harter, Neusäss

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